Die Digital Versatile Disc – kurz weltweit als DVD bekannt – ist ein optischer Datenspeicher, der über eine hohe Speicherkapazität verfügt. Je nach Version – man unterscheidet zwischen der Single Layer DVD und der Dual Layer DVD – beträgt die Speicherkapazität 4,7 Gigabyte oder 8,5 Gigabyte. Neben den Kapazitätsstandardgrößen gibt es auch noch einige seltene Ausnahmen, die über eine maximale dezimale Speichergröße von siebzehn Gigabyte verfügen. Dies sind so genannte Flipper – im DVD-Player wird die DVD auf eine zweite Datenschicht gewendet – die auf beiden Seiten über einen Dual Layer verfügen. Weitere Flipperversionen – die jedoch noch seltener sind – besitzen eine Größe von 13,2 Gigabyte und haben sowohl eine Dual Layer als auch eine Single Layer Seite. Die durchschnittliche Lebensdauer einer DVD beträgt etwa zehn Jahre.
Es gibt zwei DVD-Versionen, die deren Speicherfähigkeit von Daten definieren: DVD-Rohlinge und DVD-Medien. Die Rohlinge sind nur einmal – durch einen organischen, meist violetten Farbstoff beschreibbar. Sie reagieren sehr empfindlich auf Sonnenlicht und Hitze und können bei direkter Sonnen- oder UV-Einstrahlung Datenverluste erleiden. DVD-Medien sind – im Gegensatz zu den Rohlingen – nachträglich veränderbar. Hier unterscheidet man zwischen den DVD-RW, der DVD+RW und der DVD-RAM. Während die beiden Erstgenannten ca. 500 bis 1000 Schreibvorgänge nutzbar sind, kann die DVD-Ram bis zu 100.000 Schreibvorgänge genutzt werden. Im Gegenzug zu ihren Medienkonkurrenten ist sie zudem datensicherer, denn sie verfügt über eine Sektorierung und ein Defektmanagement und kann so etwaige Beschädigungen besser verarbeiten und die Daten besser schützen.
Mitte der 90er Jahre gelang es der Industrie die Compact-Disc (CD) als Massenspeicher-Möglichkeit für den Computer zu etablieren. Dieser Vorläufer der DVD schaffte es sowohl die Verbraucherbedürfnisse als auch die Anwendungsmöglichkeiten zu revolutionieren. Doch war die Größe der CDs – sowohl als Video-CD mit maximal 74 Minuten Spiellänge als auch als Daten-CD – nicht ausreichend und die Industrie arbeitete fieberhaft daran die Speicherkapazitäten zu erweitern. So entstand Ende 1995 die DVD, die ursprünglich – auf Druck der Filmindustrie – nur als Video-Speichermedium gedacht war und deshalb zunächst auch Digital Video Disc hieß. Als man bemerkte, wie vielseitig die DVD jedoch einsetzbar war, benannte man das Video in Versatile um. Ab 1996 kamen die ersten DVD-Player und die dazugehörigen Medien auf den Markt und verdrängten Zug um Zug die anfälligeren, weniger langlebigen und auflösungsschwächeren Videos – mussten zunächst jedoch auf Grund der hohen Hardwarekosten um Anerkennung kämpfen. Wenig später begannen auch die Spielehersteller das Potenzial der DVDs für sich zu entdecken und Spiele – auch einhergehend mit den verbesserten Möglichkeiten der Grafikkarten, Speichergrößen und Arbeitsprozessoren der Rechner – wurden anspruchsvoller und im Speicher platzintensiver. Mit dem Start des DVD-Brenners im Jahr 1999 begann dann unaufhörlich der endgültige Siegeszug der DVD, denn nachdem diese Brenner bezahlbar wurden, konnte jeder zu Hause Daten auf DVD brennen und somit in vielfältiger Art und Weise das Potenzial der DVD ausnutzen. Mittlerweile gibt es ein Medium, das noch größere Mengen an Daten aufnehmen kann und der DVD somit um einiges überlegen ist – die so genannte Blu-ray. Filme auf Blu-ray können Filmliebhabern – das richtige Equipment vorausgesetzt – ein grandioses Bild- und Ton Erlebnis verschaffen kann. Hier geht es zu den Informationen über die Blu-ray.
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