Die Blu-ray Disc – Die bessere DVD

Die Blu-ray Disc wurde zum ersten Mal Anfang 2002 erwähnt, als man beschloss die bestehenden DVD-Formate noch weiter zu optimieren und deren Potenzial und Bedarf besser auszuschöpfen. Unternehmen wie Panasonic, Philips, Sony, Hitachi und einige weitere schlossen sich zusammen um eine neue Generation an Speichermedien zu schaffen. Später folgten auch noch weitere Globalplayer, zu denen auch Hewlett-Packard zählte, welcher allerdings die Gruppe nur einige Monat später – auf Grund von Differenzen – verließ und in die konkurrierende Gruppe der HD-DVD wechselte. Mit HD-DVD erhoffte man sich ursprünglich das Nachfolgeformat zur DVD zu erschaffen, geriet aber schließlich in einen Formatkrieg mit Blu-ray und musste sich schließlich dessen neuer Marktmacht – im Jahr 2008 wurden fast zwei Millionen Blu-ray Discs verkauft, wohingegen HD DVDs nur knapp die 500.000-Grenze erreichen konnten – geschlagen geben. Firmen wie Toshiba, NEC, Microsoft und Produktionsfirmen wie Time Warner oder Verleihfirmen wie Constantin Film – die HD DVD bis dahin unterstützt hatten – beschlossen zukünftig nicht mehr darin zu investieren und der Blu-ray Disc den Vorschub zu gewähren. So brach der HD DVD Markt im Laufe dieses Jahres zusammen und der Formatkrieg konnte seitens Blu-ray endgültig gewonnen werden.

Eine Blu-ray Disc gibt es in drei verschiedenen Versionen: die lesbare BD-ROM, die einmal beschreibbare BD-R und die wieder beschreibbare BD-RE. Im Vergleich zur DVD sind das die Äquivalente zur DVD-ROM, DVD-R und der DVD-RW. Dabei verfügt die Blu-ray Disc jedoch über eine größere Speicherkapazität die bei einer einlagigen Disc bei 25, bei doppellagigen sogar 50 Gigabytes beträgt. Erste Prototypen gehen sogar bis zu einer Speichergröße von 400 Gigabytes. Im Vergleich zur DVD verfügt zudem der Laserstrahl über eine geringere Wellenlänge und die Schutzschicht der Disc ist bedeutend dünner, wodurch ein effizienteres Objektiv zum Einsatz kommen kann, welches die Schreibfehler reduziert und eine höhere Datendichte ermöglicht.

Allerdings gibt es auch im Blu-ray Sektor Unterschiede in der Qualität: bedeuten die Standard-Discs im Filmbereich zum Beispiel einen echten Mehrwert in Kontrast, Schärfe und Tonqualität – sofern man die entsprechende Hardware besitzt, die diese korrekt wiedergibt und mit der man im Übrigen auch handelsübliche DVDs in gewohnter DVD-Qualität wiedergeben kann – finden sich auf dem Markt leider auch vermehrt Billigprodukte, die mit ihrer Qualität nicht einmal an die der DVDs heran reichen können. Hier versuchen einige Labels mit dem Namen “Blu-ray” schnelles Geld zu verdienen, ohne überhaupt eine äquivalente Bildqualität auf die Scheiben zu bringen. Also Augen auf beim Blu-ray-Kauf.

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